Nachdem ich Sonntag Abend angefangen habe, Friedrich Schillers “Kabale und Liebe” zu lesen, bin ich nun heute fertig geworden.
Ich hatte das Buch der Schule zuliebe lesen müssen. Irgendwann zwischen der 8. und der 10. Klasse.
Damals hab ich das Buch wirklich nur heruntergewürgt und ich kann mich nicht erinnern, dass irgendetwas von dem Buch wirklich an mir hängen geblieben ist.
Also hab ich es mir nochmal vorgenommen und ich muss sagen, ich bin begeistert.
Es ist zwar problematisch in hektischen Umgebungen (z.B. auf dem Arbeitsweg) sich in das Buch zu vertiefen, in ruhigen Momenten versinkt man aber regelrecht darin. So hat es viel Spass gemacht die klassische Aufteilung eines Dramas zu erfahren. 5 Akte verteilt auf 110 kleinen, dicht bedruckten Seiten.
Die Tragödie ist eigentlich recht verwandt mit der von Romeo und Julia (auch wenn ich dieses Buch noch nicht gelesen hab).
So geht es um die Liebe zwischen Ferdinand und Luise, er der Sohn des Präsidenten (vergleichbar mit einem Ministerpräsidenten) und sie Tochter eines Musikers. Durch die Ständegesellschaft der damaligen Zeit wäre eine Liebe oder gar eine “Heurat” (modern: Heirat) zwischen beiden ein handfester Skandal.
Natürlich versuchen beide Väter ihren Kindern dies auzureden. Der Musiker mit Worten, der Präsident eher mit Intrigen und brachialer Gewalt.
Doch ich möchte nicht zuviel verraten und empfehle es, einfach mal selbst zu lesen. Netto hab ich vielleicht 6 Stunden gebraucht, dass Buch zu lesen.
Wer einen kurzen Abriss des Inhalts will, der kann sicherlich bei Wikipedia dazu was finden.

